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Schöner spionieren mit Google

Amerika ist immer eine Reise wert. Mancher bereitet seinen Trip sorgfältig vor, bei der Reiseplanung helfen Dienste wie Google Maps: Auf den Satelliten-Bildern ist alles zu finden, was man finden will. Bis hin zum Standort von Stealth-Bombern - Wegbeschreibung inklusive.

Satellitenbild

Na, was haben wir denn da? Das Ding zwischen Tanks und Hangar ist deutlich zu groß für eine Motte
Praktisch ist er ja schon, dieser neue Google-Service: Auf einer interaktiven Landkarte stromert man kreuz und quer durch die USA, und als Sahnehäubchen gibt es auch noch Satellitenbilder dazu. Es macht Spaß, sich mit der Maus durch die Landschaft zu ziehen, Naturdenkmäler, berühmte Gebäude und so manche Überraschung von weit oben zu entdecken - militärische Anlagen oder Atomkraftwerke zum Beispiel.

Nun ist es bekanntlich verboten, sich militärischen Anlagen zu nähern oder diese gar zu fotografieren. Wenn Satellitenbilder ins Netz gestellt werden, sind vorher alle Hinweise auf sicherheitspolitisch heikle Anlagen mehr oder weniger gut wegretuschiert worden. Denkt man, zumal in Zeiten der Terrorgefahr.

Doch unversehens stolpert der googelnde Tourist in spe beim Betrachten eines kalifornischen Militärflughafens über einen Stealth-Bomber. Der wurde beim Übermalen wohl vergessen.

Peinliche Panne, zumal sie sicherheitstechnisch wahrlich bedenklich ist.

Zwar zeigt sich schon nach einigen Stichproben, dass viele der "kritischen Infrastrukturen" in den USA auch auf den Google-Satellitenbildern erwartungsgemäß unkenntlich gemacht wurden. Viele andere aber auch nicht: Man muss sie nur finden.

Über die Suchmaske von Google-Maps geht das nicht. Die Suche nach "Pentagon" führt keineswegs zum Verteidigungsministerium, wohl aber zu Cafés und anderen Geschäften, die das Suchwort als Namensbestandteil tragen. Genauso vergeblich sucht man nach den Luftwaffenstützpunkten AAF Gray, Fort Lewis, der Edwards Air Base oder nach den Namen bekannter Atomkraftwerke.

Das allein aber reicht nicht, die Standorte wirklich zu verbergen. Dafür gibt es öffentlich über das Web zugängliche Verzeichnisse, die - zumindest grob - auch Ortsangaben enthalten. Der Rest ist ein Kinderspiel: Gut geschützte Anlagen (das gilt für Teile der Edwards Air Base) findet man dadurch, dass man sie eben nicht sehen kann: Man zoomt ein wenig heraus aus dem Bild und sucht im Satellitenbild einfach nach grauen Feldern oder nach verwischten Bildteilen. Die bei weitem meisten Militäranlagen oder Kraftwerke in den USA aber findet man fast auf Anhieb.

Das ist interessant und macht Spaß: Ist das eine F16 dort vor dem Hangar? Hubschrauber sehen von oben wie Insekten aus, Bomber sind immer klar zu erkennen, zumal wenn sie in Reih und Glied stehen. Klasse zu erkennen ist auch, dass besagter Stealth Bomber eigentlich nicht da hätte stehen sollen, wo ihn das Auge des Satelliten "erwischt" hat, sondern rund 400 Meter weiter westlich (wo das Satellitenbild "verwischt" wurde). Ob da wohl noch mehr davon stehen?

Man könnte ja mal nachsehen: Vor den Hangars verläuft schließlich eine augenscheinlich öffentliche Straße. Und wie schön auch, dass Google Maps den Service bietet, für einen per Klick definierten Ort gleich noch eine Wegbeschreibung zu liefern. Ruckzuck errechnet der Google-Service in unserem Test eine Wegbeschreibung von Downtown LA bis zu der Straßenecke, von der aus man den Stealth Bomber sehen kann - als markierte Straßenkarte und als Beschreibung. In der fehlt als letzter Eintrag eigentlich nur noch das "Und jetzt machen Sie bitte Ihre Bazooka fertig".

Natürlich ist das eine Übertreibung: Die Sat-Bilder der Google Maps sind keine Echtzeit-Bilder. Sie stehen statisch im Netz, beweisen nur, dass irgendwann einmal an dieser Straße, neben diesem Hangar ein Stealth Bomber gestanden hat.

Microsoft hat übrigens gerade angekündigt, einen ähnlichen, aber natürlich noch viel besseren Service in Konkurrenz zu Google Maps und anderen anbieten zu wollen. Da darf man gespannt sein, was das Terrain sondierende Touristen, eifrige Blogger und anderweitig neugierige Zeitgenossen noch so alles entdecken auf den schicken Satellitenbildern.

Methoden der Manipulation

Es begann schon in meiner Kindheit, kurz nach der Einschulung im Religionsunterricht. Da erzählte uns die Lehrerin die Geschichte von Noah, wie er in seiner Arche von jeder Art zwei Tiere mitnahm und das alle anderen Lebewesen bei dieser Flut umgekommen seien. Nun hatte ich durch viele Tiersendungen so in etwa einen Eindruck, wie viele Tierarten es gibt. Die Geschichte von Noah war daher absolut unrealistisch. Sie erzählte uns weiterhin die Geschichte von Adam und Eva, doch sie erzählte uns nicht, vor welchen Menschen Kain eigentlich Angst haben konnte, da sie ihn erschlagen konnten und wen er eigentlich zur Frau nahm. Wo kamen diese anderen Menschen her? Auch diese Geschichte war unhaltbar. Es war somit offensichtlich, das nicht alles stimmte, was ich beigebracht bekam. Doch warum waren für andere Menschen diese Widersprche nicht sichtbar? Mir blieb jedenfalls nichts anderes übrig, als mir meine eigenen Gedanken zu diesem Thema (Noah, Adam und Kirche) zu machen. Ich wußte nur wenig über Religion, und das Wenige war Unfug. Je mehr ich die Zusammenhänge verstand und je mehr meine Bewustheit sich entwickelte, um so absurder erschien mir Religion, Moral, Gesetz, Wirtschaftsordnung und vieles mehr. Gelegentlich aber ertappte ich mich selbst dabei, wie ich gegen meine eigenen Bedürfnisse handelte, falschen Idealen anhing und das Verhalten anderer Menschen kopierte. Je mehr ich meine eigenen Ziele und Werte entwickelte, um so mehr spürte ich, wie sehr meine Handlungen und Entscheidungen bislang durch Andere fremdbestimmt waren. Um mich von dieser Fremdbestimmung zu befreien untersuchte ich die Methoden dieser Manipulation...

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