IHK

Die Industrie und Handelskammer soll als Kammer, wie die Handwerkskammer auch, als gemeinschaftliche Kammer das Handeln der ihr angegliederten Industriezweige steuern und überwachen.
Hierbei übernimmt sie Bereiche wie die Ausbildungsabläufe innerhalb der ihr angegliederten Berufe, aber auch allgemeine Handelsabläufe und Wettbewerbsverteilungen.
Mit Wettbewerbsverteilungen ist nicht gemeint, daß sie Aufträge verteilt, sondern das sie darauf achten soll, daß sich Wettbewerbsgegner nicht durch einen unlauteren Wettbewerb gegenseitig übervorteilen.
Grundsätzlich sollte jeder Industriebetrieb der IHK angegliedert sein. Anders als bei der Handwerkskammer ist dies aber kein muß. Ein Industrieunternehmen muß nicht zwangsläufig der IHK angehören.

In wie weit die in Deutschland bestehenden Strukturen der IHK und HWK im Rahmen der EU-Bestimmungen bestehen bleiben, wird sich zeigen.
Sicher ist jedoch, daß sich die grundlegende Rechtsgebung ändern wird, nachdem diese in vielen EU-Ländern weit weniger ausgeprägt ist als in Deutschland.
Als Beispiel gilt z.B. der Facharbeiterbrief in der Industrie, wie auch der Meisterbrief im Handwerk.

Nachdem sowohl die IHK, als auch die HWK auch heute noch viele alt eingefahrene Strukturen und Handhabungsweisen fahren, die unbedingt einer Liberalisierung bedürfen, wird es in nächster Zeit Umbrüche geben.