der Deutsche

Im Ausland gilt er noch immer als arbeitsam, staatstreu, politisch gefestigt und Anstifter zum Krieg. Die Technik die er liefert genießt auch heute noch den besten Ruf in der Welt.
Als Tourist mit seiner seinerzeit gefestigten Währung hält man ihn mit Kraut und Schnitzel, sowie dem deutschen Bier bei Laune. Man toleriert ihn seines Geldes wegen, nicht seiner Manieren oder Vergangenheit wegen.
Ich bin heute nicht mehr stolz ein Deutscher zu sein.
Auch ich dümpelte bis zur Verfassung dieser Seite als politisch träge gewordene Kreatur durch unser Sozial- und Staatssystem. Dies obwohl ich bereits seit langem Kenntnis um einige der Misstände und Fehlentwicklungen innerhalb unseres Staatssystemes weiß. Somit bin ich mitschuldig an diesen Zuständen, wie sie heute herrschen.
Der Deutsche ist heute ein zwar noch arbeitender, aber politisch träger Bürger geworden, der immer jammert, dessen Zorn wächst, der aber nicht bereit ist etwas zu tun um die Situation zu ändern..
Die Fronten zwischen arm und reich, rot und schwarz, Regierung und Volk haben sich derartig voneinander entfernt, als das Konflikte zu eskalieren drohen. Wenn das Volk heute also schreit, dass es in einer sich entwickelnden Diktatur und nicht mehr in einer Demokratie lebt, so hat es dies selbst verschuldet.
Die Wahlbeteiligung sinkt, die politische Orientierung fehlt und eine Meinung zu haben, geschweige denn sie zu vertreten, ist nicht modern. „Weiß nicht“, ist in.
Es ist von einem durchschnittlichen Bürger nicht zu erwarten, dass er sich politisch in einer Partei engagiert. Eine fundierte Meinung sollte jedoch zu erwarten sein. Die Demokratie stirbt mit dem Verlust der Mitbestimmung. Diese Mitbestimmung hat uns zunächst niemand genommen, wir haben sie durch unsere Haltung selbst abgegeben.
Um eine Demokratie zu erleben und zu betreiben gehört etwas mehr als nur „irgendein“ Kreuz auf einem Wahlschein zu machen.
In unserer grenzenlosen Bequemlichkeit haben wir unsere Mitbestimmung an die Politiker abgegeben. Frei nach dem Motto: „die werden wissen was sie tun“.
Aus der geistigen Bequemlichkeit des Deutschen hat sich ein System entwickelt, welches einer Diktatur immer näher rückt, in der Politiker immer mehr tun können, was sie wollen.
Wenn das Volk also heute die Skandale und Machenschaften der Politiker anprangert, so beschreibt es nur seine eigene Unfähigkeit. Ein weit kritischer Punkt ist die Folge daraus. Der Rechtsradikalismus ist, auch wenn eine äußerst bedrohliche Entwicklung nur das kleinere Übel. Der Deutsche neigt nämlich solche Entwicklungen mit einem Krieg zu reparieren. Eine vorherige, vernünftige Mitbestimmung ist ihm auf Grund seiner Trägheit nicht möglich. Selbst zur Zwischenstufe, einer Revolution, ist er nicht fähig. Nein, es muß dann schon ein Krieg sein und dieser passiert üblicherweise nach außen. Können wir uns das noch einmal leisten?
Wenn ich die Gesamtentwicklung unseres Staates betrachte, zeichnen sich offene Konflikte ab, die mehr als brisant sind.
Eine Jugend, die sich zum Teil mit Recht von allem ausschließt.
Eine mittlere Altersgruppe, die nun doch endlich erkennt, dass es so nicht weiter gehen kann, jedoch nicht weiß ob und was sie tun soll.
„Die Alten“, für die die Welt eigentlich 1945 stehen geblieben ist und die sich nur wider Willen mit Neuerungen und Entwicklungen auseinandersetzen.
Kommt der nächste „Showmaster“ der Deutschland in einen Krieg führt?
Eigentlich ist Adolf Hitler zu “bewundern”. Trotz seiner schlussendlich wahnwitzigen und verachtenswürdigen Ideen und Vorhaben hat er es geschafft ein ganzes Volk, die Deutschen, zu begeistern und zu höchster Leistung anzuspornen.
Sicherlich gibt es für die Verbrechen unter dem NS-Regime keinerlei Rechtfertigung, aber die Verbrechen waren nicht alles. Es ist, wie in jedem Prozess das Für- und Wider zu betrachten.
Eine derartig schnelle und umfassende politische Entwicklung hat es in Deutschland nur selten gegeben. Ein ganzes Volk war unter Kontrolle gebracht und dies nicht zum Nachteil eines Jeden. Eher im Gegenteil (dies gilt für die Anfänge).
Habe ich das Volk erst einmal befriedigt und unter Kontrolle, kann ich nahezu jeden Wahnsinn vollziehen. Genau hier lag der Fehler des Volkes. Die Nazis hatten ein Volk, welches rannte. Die Richtung hat man dem Volk vorher gut verkauft.
Wie kann ein ganzes Volk der Geisteskrankheit eines einzelnen zum Opfer fallen?
Die Deutschen und Adolf Hitler wissen es.
Auch wenn eine heutige Wiederholung vermutlich eleganter aussähe, gilt es also einem weiteren Drama vorzubeugen. Es gilt politisch wieder mitzumachen, sich mit aktuellen Themen zu beschäftigen und eine eigene Meinung zu bilden und zu vertreten.
Wir dürfen heute nicht zulassen, das ein neuer „Showmaster“ Einzug hält und Massen derart begeistert, als das sie ihm blind folgen.
Die Massen sind bereits da, wie man an der jüngsten Entwicklung der rechtsradikalen Szene erkennt.

Wohl dem, der sein Gedankengut so einbringen kann, als das es frei von Blut und zum Wohle des Volkes sei.
Oder muß es wieder heißen: “Vater vergib Ihnen, denn sie wissen was sie tun”.